Ein Haus oder eine Wohnung vermieten

Wann sich das Vermieten für Sie lohnt

Als Vermieter jeden Monat Zusatzeinnahmen – das klingt gut! Doch nicht immer lohnt es sich, eine Wohnung oder ein Haus zu vermieten. Das müssen Sie beachten, damit es klappt.

Der Kauf einer eigenen Immobilie ist die halbe Miete? Für Vermieter sogar die ganze! Ob es sich lohnt, ein Haus oder eine Wohnung zu vermieten, hängt von mehreren Faktoren ab.

Die wichtigsten Faktoren bei der Vermietung:

  • Zustand der Immobilie
  • Lage des Hauses oder der Wohnung
  • Entwicklung der Mieten in der Region
  • Höhe der Nebenkosten

Auswahl der Immobilie zur Vermietung

Wenn Sie eine gut gepflegte Wohnung vermieten, kommen geringere Instandhaltungskosten auf Sie zu. Und Sie können eine höhere Miete ansetzen. Ein höherer Kaufpreis kann sich darüber ausgleichen.

Die Lage der Immobilie und die Entwicklung der Mieten vor Ort sind wichtig, um die Miethöhe festzulegen. Im Mietspiegel finden Sie einen guten Anhaltspunkt. Fragen Sie bei den Mieterverbänden danach.

Schnelle Mietsteigerungen am Standort Ihrer Immobilie lassen Rückschlüsse auf eine hohe Nachfrage zu. So finden Sie rasch einen passenden Mieter und vermeiden Leerstand.

Erkundigen Sie sich rechtzeitig, ob es in der Gemeinde eine Mietdeckelung gibt. Oder ob das Gebiet unter Milieuschutz steht. Berechnen Sie, ob sich die Vermietung dennoch für Sie lohnt.

Die Brutto-Mietrendite berechnen

Die Brutto-Mietrendite gibt eine Orientierung, ob sich die Vermietung lohnt. Sie setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Richtwert: Es lohnt sich, Haus oder Wohnung zu vermieten, wenn die Brutto-Mietrendite mindestens bei 4 Prozent liegt. Rechnen Sie es mit unserem Brutto-Mietrenditerechner aus!

Brutto-Mietrenditerechner

Die Netto-Mietrendite berechnen

Allerdings berücksichtigt der Brutto-Mietrenditerechner nicht die Kaufnebenkosten und Ausgaben im Zusammenhang mit der Vermietung. Das sind zum Beispiel Kosten für die Finanzierung, den Notar und den Immobilienmakler. Auch Wohngeld und Ausgaben für Müll oder Reparaturen fallen an. Die Netto-Mietrendite berücksichtigt diese Kosten und ist damit aussagekräftiger.

Das Ergebnis der Netto-Mietrendite fällt geringer aus. Als Richtwert gilt: Sie sollten mindestens auf 3 Prozent kommen.

Netto-Mietrenditerechner

Wir empfehlen Vermietern, auf einem separaten Konto eine Rücklage für überraschende Mieteinbußen anzusparen. Denn Leerstand und Mietrückstände können die Rendite bei der Vermietung kurzfristig gefährden.

Wie Sie mit der Vermietung Steuern sparen

In der Netto-Mietrendite sind Steuervorteile noch nicht eingerechnet. Doch wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung vermieten, können Sie damit auch Steuern sparen.

So ist es möglich, als Vermieter Nebenkosten im Zusammenhang mit der Vermietung steuerlich geltend zu machen. Auch die Zinsen für die Finanzierung können Sie von der Einkommensteuer abziehen.

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Hätten Sie's gewusst?

Im Jahr 2013 lebten 57 Prozent der Deutschen in Mietimmobilien (Quelle: Statista).