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Hafenansicht mit mehreren angelegten Segelschiffen und einem Ruderboot im Vordergrund vor historischen Backsteinbauten und einer Kirche mit grünem Turm.

Immobilien in Bremen

So lebt es sich in Bremen

Zwischen Nordseeküste und Mittelgebirge liegt Deutschlands kleinstes Flächenland mit rund 570.000 Einwohnern. Die Freie Hansestadt verbindet maritime Tradition mit moderner Industrie. Wer wohnen in Bremen sucht, findet eine Stadt, die im Vergleich zu Hamburg noch moderate Preise bei hoher Lebensqualität bietet.

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Welterbe und Backstein: Bremens Kulturkern

Sonntagmittags klingen Porzellanglocken durch die Böttcherstraße: Im Haus des Glockenspiels läuten dreißig Meissener Glocken über Bernhard Hoetgers expressionistischer Backsteinfassade aus den 1920er Jahren. Wenige Schritte entfernt steht der Roland von 1404, Wahrzeichen der hansischen Freiheitsrechte und seit 2004 gemeinsam mit dem gotischen Rathaus UNESCO-Welterbe. Im Schnoor, dem mittelalterlichen Gassenviertel aus dem 15. Jahrhundert, passen zwei Erwachsene kaum nebeneinander durch die engsten Gänge. Die Kunsthalle Bremen am Wall sammelt bereits seit 1849 europäische Malerei. Diese Dichte historischer Substanz verteuert Eigentumswohnungen in Bremen rund um den Marktplatz und im angrenzenden Ostertorviertel spürbar, während Neubauwohnungen in Bremen fast ausschließlich in der Überseestadt auf ehemaligen Hafenflächen entstehen.

Airbus, Werften und Beck's: Arbeit in Bremen

Im Technologiepark an der Universität ragt der 146 Meter hohe Fallturm des ZARM in den norddeutschen Himmel, in dem Forscher mehrmals täglich Schwerelosigkeit für rund 4,7 Sekunden erzeugen. Wenige Kilometer westlich schraubt Airbus an Oberstufen der Ariane-Rakete und an Flügelteilen für die A320-Familie. Im Stadtteil Sebaldsbrück läuft seit 1978 die Mercedes-Benz-Produktion vom Band, heute mit rund 12.000 Beschäftigten einer der größten privaten Arbeitgeber der Roland-Stadt. In der Neustadt braut Beck's seit 1873 sein grünes Pils, und am Europahafen verlädt die Hafenwirtschaft Stahl und Automobile. Diese Standorte erklären die anhaltende Nachfrage nach Häusern in Bremen-Sebaldsbrück und nach Mietwohnungen in der Neustadt, während Anlageobjekte in Bremen-Gröpelingen vom Strukturwandel der alten Werftquartiere profitieren.

Beliebte Wohnviertel in Bremen

Bremens Stadtteile unterscheiden sich deutlich in Architektur, Preisniveau und Zielgruppe. Die folgende Übersicht zeigt die gefragtesten Wohnlagen im Vergleich:

  • Schwachhausen – bürgerliche Adresse mit Gründerzeitvillen entlang der Schwachhauser Heerstraße, Vorgärten, Stuckfassaden und kurzen Wegen zum Bürgerpark; gehört zu den teuersten Wohnlagen der Hansestadt.
  • Das Viertel (Ostertor und Steintor) – Altbauwohnungen, Plattenläden und die Kneipenmeile am Sielwall; gefragt bei Studierenden, Kreativen und jungen Berufstätigen, die urban wohnen möchten.
  • Horn-Lehe – ruhige Einfamilienhaus-Lagen in der Nähe von Universität und Rhododendronpark; beliebt bei akademisch geprägten Familien.
  • Oberneuland und Borgfeld – ländlich anmutende Stadtteile im Nordosten mit Reet- und Einfamilienhäusern an der Wümme; klassische Adresse für Familien, die ein Haus in Bremen mit Garten suchen.
  • Überseestadt – seit 2003 entstehendes Stadtquartier auf ehemaligen Hafenflächen mit Lofts in umgenutzten Speichern und Neubauwohnungen in Bremen mit Wasserblick; Ziel für Berufstätige aus Hafen- und Kreativwirtschaft.
  • Findorff – ruhige Wohnstraßen rund um den Wochenmarkt am Findorffmarkt, fußläufig zum Hauptbahnhof und zum Bürgerpark; gefragt bei Pendlern und jungen Familien.
  • Neustadt – linksseitig der Weser gelegen, geprägt von Beck's-Brauerei, Buntentorsteinweg und kurzer Anbindung zum Flughafen; gemischtes Publikum aus Studierenden, Familien und Berufstätigen.
  • Gröpelingen – ehemaliges Werftquartier der AG Weser im Westen mit vergleichsweise günstigen Anlageobjekten in Bremen; unter Investoren als Stadtteil mit Aufwertungspotenzial bekannt.

Verkehr und Infrastruktur in Bremen 

Wer am Hauptbahnhof in den ICE steigt, erreicht Hamburg in einer knappen Stunde und Frankfurt in rund dreieinhalb. Der Bremer Flughafen liegt etwa vier Kilometer südlich des Marktplatzes und zählt damit zu den citynächsten Verkehrsflughäfen Deutschlands; die Straßenbahnlinie 6 verbindet ihn in einer Viertelstunde mit dem Hauptbahnhof. Über die A1 rollt der Fernverkehr zwischen Ruhrgebiet und Hamburg vorbei, die A27 führt nordwärts zur Küste nach Bremerhaven. Die BSAG betreibt acht Straßenbahnlinien, deren Schienen das Stadtgebiet seit 1876 durchziehen. Diese Anbindung wertet besonders das gründerzeitlich geprägte Findorff am Hauptbahnhof sowie die Neustadt entlang der Achse zum Flughafen auf, wo Neubauprojekte in Bremen entsprechend stark nachgefragt werden.