Die erfolgreiche Wohnungsbesichtigung

Wie Sie herausfinden, ob Sie in Ihrer Traumimmobilie stehen

Das Exposé hat Sie überzeugt. Jetzt wollen Sie die Wohnung näher in Augenschein nehmen. Lesen Sie, wie Sie sich darauf optimal vorbereiten, was Sie bei der Wohnungsbesichtigung beachten sollten und wie es danach weitergeht.

Terminvereinbarung für die Wohnungsbesichtigung

Im Exposé stehen in der Regel die Kontaktdaten des Maklers. Melden Sie sich einfach per Mail oder telefonisch bei ihm, um einen Termin zu vereinbaren. Falls es die Möglichkeit gibt, bietet ein Einzeltermin gegenüber Massenbesichtigungen Vorteile. So können Sie in Ruhe ohne weitere Interessenten durch die Wohnung gehen und Ihre Fragen stellen. Falls Sie eine Wohnung zur Miete besichtigen, können dabei nicht nur Sie die Wohnung, sondern auch der Vermieter – falls anwesend – Sie kennenlernen. In jedem Fall sollte der Termin zeitlich so liegen, dass Sie die Wohnung bei Tageslicht besichtigen können. Nur so verschaffen Sie sich einen Eindruck der Lichtverhältnisse in der Immobilie.

Vorbereitung der Wohnungsbesichtigung

Während des Termins werden viele Eindrücke auf Sie zukommen. Da vergisst man leicht, bestimmte Fragen zu stellen oder auf besondere Details an der Wohnung zu achten. Deshalb ist es hilfreich, sich auf die Wohnungsbesichtigung vorzubereiten.

Erstellen Sie sich dafür eine Checkliste mit allem, was Ihnen an der Wohnung besonders wichtig ist. Alternativ können Sie unsere Checkliste für den Besichtigungstermin ausdrucken. Einige Aspekte auf der Checkliste wenden sich ausschließlich an Kaufinteressenten (zum Beispiel „Kaufpreis“). Mieter können hier alternativ die Miete eintragen, sodass das Dokument sowohl für Mieter als auch für Käufer verwendet werden kann. Ergänzen Sie gegebenenfalls zusätzliche Fragen auf den Linien unter der Liste.

Bringen Sie zum Termin einen Stift mit und füllen Sie die Checkliste aus. So vergessen Sie auf die Schnelle nichts, verschaffen sich einen guten Überblick und können die Immobilie außerdem später leicht mit anderen Objekten vergleichen. Vergessen Sie nicht, Ihr Handy mitzunehmen, um beim Termin eigene Fotos zu machen.

Kaufinteressenten brauchen in der Regel zunächst keine weiteren Unterlagen zum Besichtigungstermin mitzunehmen. Mieter können hingegen oft besser von sich überzeugen, wenn Sie direkt folgende Unterlagen mitbringen:

  • eine SCHUFA-Bonitätsauskunft
  • Gehaltsnachweise für die letzten drei Monate, bei Festangestellten zum Beispiel in Form der Abrechnungen, bei Freiberuflern zum Beispiel in Form von Kontoauszügen, auf denen alles Weitere geschwärzt wird
  • bei voraussichtlich viel Konkurrenz: ein kurzer Lebenslauf oder ein Vorstellungsbrief an den Vermieter, wenn der Termin ausschließlich mit dem Makler stattfindet
  • für junge Mieter: gegebenenfalls eine Bürgschaft der Eltern

Tipp: SCHUFA Bonitätsauskunft

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Tipp: Sie haben Interesse an einer Wohnung zur Miete und der Vermieter ist beim Besichtigungstermin dabei? Dann ist der Termin ein gegenseitiges Kennenlernen. Während Sie überlegen, ob die Immobilie zu Ihnen passt, wird der Vermieter überlegen, ob Sie für ihn ein guter Mieter sind. Gepflegte Kleidung und ein höfliches Auftreten sprechen für Sie als Mieter.

Während der Besichtigung

Planen Sie am besten so, dass Sie etwas zu früh vor Ort erscheinen. So können Sie sich gleich einen ersten Eindruck der Lage der Immobilie verschaffen. Lassen Sie das Haus und die nächste Umgebung auf sich wirken. Nehmen Sie Ihr Gefühl ernst. Schließlich sollen Sie sich später an Ihrem Wohnort wohlfühlen. Ideal ist, wenn die Zeit noch für einen kleinen ersten Spaziergang um die Immobilie herum reicht. Falls sich dabei Fragen ergeben, können Sie diese dann im Anschluss während des Termins stellen. Notieren Sie diese gegebenenfalls auf Ihrer Checkliste.

Zur vereinbarten Zeit klingeln Sie an der Haustür und werden in der Regel zunächst vom Makler begrüßt. Je nachdem ob der Eigentümer im Haus oder der näheren Umgebung wohnt, ist dieser auch dabei. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gehen Sie gemeinsam durch die Wohnung.

Nehmen Sie sich Zeit, um alles auf sich wirken zu lassen. Vergessen Sie nicht, Ihre Checkliste auszufüllen. So haben Sie später genauere Anhaltspunkte für Ihre Entscheidung. Fragen Sie vorher, wenn Sie Fotos machen möchten, ob das für den Eigentümer oder gegebenenfalls den aktuellen Mieter in Ordnung ist. Auch sonst ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Ihre Fragen zu stellen. Notieren Sie sich alle wichtigen Informationen.

Lassen Sie sich beim Besichtigungstermin zudem alle wichtigen Unterlagen zur Immobilie vorlegen. So muss Interessenten der Gebäudeenergieausweis gezeigt werden. Beim Wohnungskauf sollten Sie außerdem einen Blick in den Grundriss, die Teilungserklärung und in die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen werfen. Interessant ist dabei auch die Höhe der Rücklagen, die die Gemeinschaft gebildet hat.

Ist die Eigentumswohnung vermietet und Sie kaufen das Objekt als Kapitalanlage, sollten Sie sich unbedingt auch den aktuellen Mietvertrag zeigen lassen. Bitten Sie bei Interesse am Objekt darum, Ihnen die Unterlagen auch per Mail zuzuschicken oder Ihnen gegebenenfalls vor Ort eine Kopie zu machen. So können Sie alles später noch in Ruhe ganz genau durchgehen.

Haben Sie alle Informationen beisammen und sich einen guten Eindruck der Wohnung verschafft, verabschieden Sie sich. Sie interessieren sich für das Objekt? Dann können Sie Ihr Interesse dem Makler oder dem Eigentümer mitteilen. Direkt eine feste Zusage zu geben, wäre hingegen unüblich. Wenn Sie sich nicht zu 100 Prozent sicher sind, sollten Sie davon absehen. Es ist in der Regel völlig in Ordnung, wenn Sie sich abschließend für die Zeit Ihres Gegenübers bedanken und sagen, dass Sie nun nachdenken müssen und sich dann wieder melden. Wenn Sie möchten, können Sie Bescheid geben, bis wann Sie sich melden und fragen, ob bis dahin weitere Interessenten die Wohnung besichtigen.

Nach der Wohnungsbesichtigung

Sie haben grundsätzlich weiterhin Interesse an der Wohnung? Dann kann es hilfreich sein, nach dem Termin noch einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Eindrücke zu verarbeiten und die Umgebung der Immobilie auf sich wirken zu lassen.

Es kann außerdem helfen, abschließend noch kurz beim Nachbarn zu klingeln. Ein freundliches Gespräch vermittelt Ihnen gleich, wie die Stimmung im Haus ist. Und es kann beruhigen zu hören, wenn dieser mit seiner Wohnsituation zufrieden ist.

Ganz wichtig: Ein seriöser Makler wird nicht versuchen, Sie zu einer schnellen Entscheidung zu drängen. Lassen Sie sich daher nicht hetzen, sondern denken Sie in Ruhe nach. Beachten Sie nach Möglichkeit trotzdem die vor Ort üblichen Fristen mit Ihrer Rückmeldung. In Großstädten wie Berlin, München, Frankfurt und Hamburg sind Wohnungen in guter Lage normalerweise schnell wieder vom Markt. In manchen kleineren Orten dauert das länger. Wenn Sie die Wohnungsexposés an Ihrem Ort eine Weile lang verfolgen, bekommen Sie einen guten Eindruck davon, wie lange es üblicherweise dauert, bis eine Immobilie neu verkauft beziehungsweise vermietet wurde.

Tipp: Der Immobilienkauf ist ein großer Schritt. Wenn Sie möchten, können Sie den Makler um einen zweiten Besichtigungstermin bitten. Sie sollten auf jeden Fall ganz sicher sein, dass Sie die richtige Entscheidung treffen.

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Bei der Entscheidung für eine Mietwohnung sagen Sie dem Makler beziehungsweise dem Eigentümer zu. Falls Sie die oben genannten Unterlagen noch nicht zum Besichtigungstermin mitgebracht haben, können Sie diese jetzt noch abgeben. Wenn Sie den Vermieter noch nicht persönlich kennen, können Sie dem Makler mit den Unterlagen auch einen netten Vorstellungsbrief an diesen abgeben. So kann sich dieser gleich ein Bild von Ihnen machen. Sagt der Vermieter zu, bekommen Sie in der Regel in Kürze den Mietvertrag.

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