
Homeoffice – die 5 besten Tipps für einen modernen Arbeitsplatz zu Hause
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Mobiles Arbeiten und Homeoffice sind längst keine Notlösung mehr – sondern oft fester Bestandteil des Berufslebens. Doch wer von zu Hause aus produktiv arbeiten möchte, braucht mehr als einen improvisierten Schreibtisch in der Ecke. Wir zeigen, wie Sie Ihren Wohnraum so gestalten, dass er konzentriertes Arbeiten ermöglicht.
Ergonomie und gutes Licht im Homeoffice sowie eine durchdachte Arbeitsplatzgestaltung steigern Ihre Produktivität und Ihr Wohlbefinden.
Eine stabile Internetverbindung und moderne Hardware erleichtern den Arbeitsalltag zu Hause, Schallschutz und ein angenehmes Raumklima verbessern die Konzentration.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können bestimmte Homeoffice-Modernisierungen steuerlich absetzen oder über Förderprogramme finanzieren.
Ihr Homeoffice braucht ein Upgrade? So machen Sie es moderner und effizienter
Das Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. Wer als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer nicht tagtäglich ins Büro pendelt, braucht zu Hause eine Arbeitsumgebung, in der es sich konzentriert und effizient arbeiten lässt. Denn ein gutes Homeoffice besteht aus mehr als Schreibtisch und Laptop. Mit diesen 5 durchdachten Modernisierungen können Sie Ihren Wohnraum so anpassen, dass Arbeiten in Ihrem Zuhause produktiver und angenehmer wird.
- 1. Platz schaffen: So passt das Office in Ihre Wohnung
Nicht jede Wohnung bietet ein separates Arbeitszimmer – aber mit der richtigen Raumgestaltung kann auch eine kleine Fläche zum funktionalen Arbeitsplatz werden. Einbaulösungen oder Nischenarbeitsplätze sorgen für ein klares Design. Wandklappschreibtische, multifunktionale Regale mit integriertem Arbeitstisch oder ausziehbare Arbeitsflächen nutzen den vorhandenen Raum optimal aus.
Wer es flexibler mag, kann mit Raumteilern oder Vorhängen eine optische und akustische Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsbereich schaffen. Das sorgt für eine klare Grenze zwischen Job und Privatleben – und nach Feierabend kann das Hausbüro einfach „verschwinden“.
Modernisierungstipp:
Werden Sie kreativ! Ein ungenutzter Erker, eine Nische im Flur oder ein Platz unter der Dachschräge kann sich mit wenigen Anpassungen in einen perfekten Arbeitsort verwandeln. Wer langfristig plant, kann mit Trockenbauwänden ein kleines Büro abteilen – auch in einer Mietwohnung, und ohne große Bauarbeiten.
- 2. Möbel mit Ergonomie: Gut sitzen, besser arbeiten
Probleme im Rücken, Nacken und mit den Augen – die häufigsten Homeoffice-Beschwerden sind kein Zufall. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die den Arbeitstag zu Hause auf dem Küchenstuhl verbringen, werden das schnell spüren. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch und ein ergonomischer Stuhl sind die Basis für gesundes Arbeiten. Die richtige Sitzhöhe und eine gute Lendenwirbelstütze machen den Unterschied.
Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Laptop oder Monitor auf Augenhöhe positioniert ist, um Nackenverspannungen zu vermeiden. Und lassen Sie das Thema Bewegung nicht zu kurz kommen. Machen Sie regelmäßig Pausen zum Aufstehen und Dehnen.
Ergonomie-Checkliste:
- Schreibtisch mit Höhenverstellung – ermöglicht den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen.
- Ergonomischer Bürostuhl – Eine Rückenlehne mit Lordosenstütze entlastet die Wirbelsäule und beugt Rückenschmerzen vor.
- Monitorhalterung – Die Oberkante auf Augenhöhe und mindestens eine Armlänge Abstand sorgen für die richtige Blickhöhe und entlasten den Nacken.
- 3. Gute Beleuchtung: Tageslicht nutzen, Augen schonen
Natürliches Licht ist unschlagbar – es wirkt sich positiv auf Ihre Stimmung aus, fördert die Konzentration und hilft gegen Müdigkeit. Der ideale Arbeitsplatz steht also am besten in Fensternähe. Aber nicht jede Wohnung bietet perfekte Lichtverhältnisse.
Wenn es an Tageslicht fehlt, helfen gezielte Lichtlösungen: Smarte Beleuchtungssysteme lassen sich beispielsweise einfach per App oder Sprachsteuerung anpassen:
- warmweißes Licht für kreative Aufgaben,
- kühles Licht für Konzentration.
LED-Panels oder Einbauleuchten sorgen für gleichmäßige Helligkeit ohne Schattenbildung. Aber auch eine blendfreie, dimmbare Schreibtischlampe kann bereits für angenehme Helligkeit sorgen.
Modernisierungstipp:
Kombinieren Sie verschiedene Lichtquellen! Eine indirekte Beleuchtung an Decke oder Wand reduziert Blendeffekte, verhindert harte Kontraste und schont die Augen. Eine Tageslichtlampe bringt natürliches Licht in dunkle Räume.
- 4. Technik aufrüsten: So funktioniert alles reibungslos
Ein ruckelndes Video-Meeting oder eine stockende Internetrecherche – nichts bremst den Workflow mehr als unzureichende Technik. Wer sein Hausbüro zukunftsfähig machen will, sollte in leistungsstarke Hard- und Software investieren. Stellen Sie sicher, dass Ihr WLAN-Router aktuellen Anforderungen entspricht (besprechen Sie das im Zweifel mit der IT-Abteilung Ihrer Arbeitgeberin oder Ihres Arbeitgebers) und das Signal an Ihrem definierten Arbeitsplatz stark genug ist. Falls das Internet generell instabil ist, lohnt sich ein Gespräch mit dem Anbieter über bessere Hardware oder eine optimierte Verbindung. Denn wichtig ist ein starkes Signal am Arbeitsplatz: Repeater oder Mesh-Systeme verbessern den Empfang in jeder Ecke der Wohnung.
Besorgen Sie sich außerdem eine externe Tastatur und Maus, wenn Sie oft am Laptop arbeiten. Das ist ergonomisch mindestens ebenso sinnvoll wie ein zusätzlicher Monitor. Denn ein größerer Bildschirm erleichtert Multitasking und schont Ihre Augen. Unternehmen stellen ihren Beschäftigten solche Geräte häufig kostenlos zur Verfügung. Fragen Sie doch einfach mal Ihre Arbeitgeberin oder Ihren Arbeitgeber.
Ausstattungstipps:
Eine Dockingstation spart Zeit und beendet den lästigen Kabelsalat. Einfach Laptop anschließen – und schon sind Bildschirm, Maus, Tastatur und Ladekabel verbunden. Und denken Sie beim Technikupgrade auch an Raumklima und Luftqualität: Regelmäßiges Lüften ist nämlich nur der erste Schritt. Smart-Home-Thermostate können die Raumtemperatur automatisch regulieren – und je nach Standort ist auch ein Luftreiniger zu empfehlen, um Schadstoffe und Allergene aus der Raumluft zu entfernen.
- 5. Akustik verbessern: Weniger Lärm, mehr Fokus
Laute Nachbarinnen und Nachbarn, Straßenlärm oder der Familienalltag – störende Geräusche gehören zu den größten Produktivitätskillern im Homeoffice. Doch mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Raumakustik verbessern. Nutzen Sie Schallabsorber wie Teppiche, Vorhänge oder spezielle Akustikpaneele, um den Geräuschpegel zu senken.
Auch Bücherregale oder Raumteiler können helfen, den Schall zu dämpfen und gleichzeitig den Raum zu strukturieren. Ein geräuschunterdrückendes Headset eignet sich für konzentrierte Calls, selbst bei störenden Hintergrundgeräuschen.
Kleine Modernisierung, große Wirkung:
- Akustikpaneele an Wänden oder Decken dämpfen störende Geräusche.
- Schwere Vorhänge und Teppiche schlucken Schall und verbessern die Raumakustik.
- Dichtungen an Türen und Fenstern reduzieren Außengeräusche spürbar.
- Mobile Schallschutz-Trennwände lassen sich flexibel aufstellen und sorgen für mehr Ruhe.
Förderung: Wer unterstützt bei der Arbeitsplatzgestaltung?
Ergonomie, Technik und bauliche Anpassungen kosten Geld. Wer sein Hausbüro professionell einrichten möchte, kann daher unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen – durch steuerliche Vorteile oder Fördermittel.
- Steuerliche Absetzbarkeit
Die steuerlichen Vorteile hängen vor allem davon ab, wie intensiv das Homeoffice genutzt wird. Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von zu Hause aus arbeiten, können bestimmte Kosten anteilig oder vollständig bei der Steuer angeben.
- Häusliches Arbeitszimmer: Ein separates Arbeitszimmer, das ausschließlich beruflich genutzt wird, kann in vielen Fällen steuerlich abgesetzt werden. Die Kosten für Miete, Nebenkosten wie Strom, Wasser oder Heizung lassen sich anteilig auf die Wohnfläche berechnen. Allerdings gibt es hier klare Anforderungen: Der Raum darf nicht privat genutzt werden und muss räumlich vom restlichen Wohnbereich getrennt sein.
- Homeoffice-Pauschale: Wer kein eigenes Arbeitszimmer hat, aber regelmäßig zu Hause arbeitet, kann eine Homeoffice-Pauschale nutzen. Diese beträgt aktuell bis zu 1.260 Euro pro Jahr (Stand 2024). Sie soll die Mehrkosten für Strom, Heizung oder andere Aufwendungen abdecken. Voraussetzung ist, dass der Arbeitsplatz zu Hause dauerhaft – also mehr als 50 Prozent der Arbeitszeit – genutzt wird.
- Technische Ausstattung und Büromöbel: Arbeitsmittel wie Computer, Monitor, Drucker oder ergonomische Bürostühle können unter bestimmten Bedingungen als Werbungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden. Einzelanschaffungen bis zu einer bestimmten Grenze (aktuell 800 Euro netto) lassen sich direkt absetzen, teurere Investitionen werden über mehrere Jahre verteilt abgeschrieben.
- Renovierung und bauliche Maßnahmen: Beschäftigte, die ihr Homeoffice modernisieren, können auch bauliche Anpassungen steuerlich geltend machen. Dazu zählen beispielsweise neue Fenster für besseren Schallschutz, eine verbesserte Beleuchtung oder bauliche Maßnahmen zur Wärmedämmung. In vielen Fällen sind diese Kosten als Werbungskosten oder als Teil der Handwerkerleistungen steuerlich absetzbar. Bis zu 20 Prozent der Lohnkosten von Handwerkerinnen oder Handwerkern können steuerlich geltend gemacht werden.
Eine Steuerberatung kann dabei helfen, herauszufinden, welche Kosten sich im Einzelfall genau absetzen lassen. Das Finanzamt gibt allgemeine Auskünfte zu den geltenden Regelungen
- Zusätzliche Fördermöglichkeiten für die Arbeitsplatzgestaltung
Neben dem steuerlichen Abzug gibt es auch Förderungen, die bestimmte Modernisierungsmaßnahmen unterstützen:
- Förderung für energieeffiziente Maßnahmen: Wer sein Homeoffice energieeffizient gestalten möchte – etwa durch eine bessere Dämmung, energiesparende Beleuchtung oder smarte Heizsteuerung – kann unter Umständen von Förderungen der KfW für energetische Sanierungen profitieren.
- Zuschüsse von Unternehmen: Manche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeitenden bei der Homeoffice-Ausstattung. Dazu gehören Zuschüsse für ergonomische Möbel oder technische Geräte. Hier lohnt es sich, direkt nachzufragen.
Arbeitsplatzgestaltung: So arbeiten Sie zu Hause produktiver
Ein gezielt modernisiertes Homeoffice ist kein Luxus, sondern eine sinnvolle Investition in Ihre Gesundheit und Produktivität. Mit der richtigen Ausstattung, guter Beleuchtung und ergonomischen Möbeln lässt sich aus fast jedem Raum ein funktionaler und angenehmer Arbeitsplatz machen. Beschäftigte, die dabei auch noch auf smarte Technik und energetische Modernisierungen setzen, profitieren langfristig – etwa durch niedrigere Energiekosten, bessere Konzentration und eine gesündere Arbeitsumgebung. So fühlt sich das Arbeiten zu Hause genau so professionell an wie im Büro.
Sie möchten Ihr Homeoffice optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen?
Die wichtigsten Fragen zur Arbeitsplatzgestaltung
Wer von zu Hause aus arbeitet, kann bestimmte Kosten steuerlich geltend machen. Dazu gehören:
- Mietkosten: Ein Arbeitszimmer, das fast ausschließlich beruflich genutzt wird, kann anteilig von der Miete abgesetzt werden.
- Nebenkosten wie Strom, Heizung und Internet: Diese können anteilig berücksichtigt werden, wenn sie für die Arbeit genutzt werden.
- Arbeitsmittel: Dazu zählen Büromöbel, technische Ausstattung wie Laptop und Drucker sowie Zubehör wie Headsets oder Monitore.
- Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen: Wenn sie der beruflichen Nutzung dienen, können auch Umbauten steuerlich geltend gemacht werden.
Die genauen Regelungen können variieren, ziehen Sie daher idealerweise eine Steuerberatung hinzu.
Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kann gesundheitlichen Beschwerden vorbeugen. Die Beleuchtung sollte flexibel anpassbar sein, damit die Augen nicht überlastet werden. Schallschutzmaßnahmen wie Teppiche, Vorhänge oder Akustikpaneele reduzieren Störungen und sorgen für eine bessere Arbeitsatmosphäre. Wer langfristig im Homeoffice arbeiten möchte, kann mit Raumtrennern oder Trockenbauwänden eine klare Trennung zwischen Arbeits- und Wohnbereich schaffen. Auch smarte Technologien, etwa für Lichtsteuerung oder Raumklima, können die Arbeit angenehmer machen.
Ein stabiles, schnelles WLAN sorgt für reibungslose Meetings und schnelle Datenübertragung. Ein leistungsfähiger Computer oder Laptop mit ausreichend Speicher und Rechenleistung ist ebenso wichtig. Ein zusätzlicher Monitor erleichtert Multitasking und sorgt für eine bessere Haltung, da Sie nicht ständig auf einen kleinen Laptopbildschirm blicken müssen. Eine ergonomische Tastatur und Maus verhindern Verspannungen. Auch ein geräuschunterdrückendes Headset sind hilfreich – vor allem, wenn Sie regelmäßig an Videokonferenzen teilnehmen.
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht immer wieder den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen und beugt Verspannungen vor. Ein ergonomischer Stuhl mit Lordosenstütze schont die Wirbelsäule. Der Monitor sollte auf Augenhöhe stehen, damit der Nacken nicht dauerhaft nach unten geneigt ist. Auch regelmäßige Bewegungspausen gehören zu einer guten ergonomischen Gestaltung – das beugt Verspannungen und Ermüdung vor.
In Deutschland gibt es steuerliche Absetzmöglichkeiten für Arbeitszimmer und beruflich genutzte Ausstattung. Darüber hinaus gibt es Förderprogramme für energieeffiziente Modernisierungen , zum Beispiel für bessere Wärmedämmung oder smarte Steuerungssysteme.
Multifunktionale Möbel sind für kleine Flächen eine clevere Lösung: Klappbare Schreibtische, Wandregale mit integriertem Arbeitsplatz oder ausziehbare Arbeitsflächen nutzen den vorhandenen Platz optimal. Helle Farben und gute Beleuchtung lassen den Raum größer wirken und sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Raumtrenner oder Vorhänge schaffen eine optische Abgrenzung, sodass der Arbeitsbereich auch in einem kleinen Zimmer als eigenständiger Bereich wahrgenommen wird. Besonders wichtig ist die Trennung von Büro und Schlafzimmer, denn der Blick auf den Arbeitsplatz vor dem Einschlafen kann das Abschalten erschweren – unbeendete Aufgaben oder anstehende To-dos können die Gedanken kreisen lassen und die Schlafqualität negativ beeinflussen. Wer wenig Platz hat, kann sich auch eine mobile Lösung überlegen – zum Beispiel einen Rollcontainer mit Arbeitsmaterialien, der nach Feierabend verstaut wird.
Die richtige Beleuchtung trägt wesentlich zur Produktivität und zum Wohlbefinden bei. Natürliches Tageslicht ist die beste Lichtquelle – der Arbeitsplatz sollte also möglichst in Fensternähe stehen. Alternativ sind indirekte Lichtquellen und eine gute Schreibtischlampe sinnvoll, um Schattenbildung und Blendungen zu vermeiden. Moderne smarte Lichtsysteme lassen sich flexibel anpassen: Warmweißes Licht sorgt für eine entspannte Atmosphäre, während kühleres Licht die Konzentration fördert. Eine gleichmäßige Lichtverteilung ohne harte Kontraste entlastet die Augen und verhindert schnelle Ermüdung.
Mit einer Sprachsteuerung lassen sich Licht oder Musik bequem regeln, ohne dass Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen müssen. Smarte Thermostate regeln zugleich automatisch die Raumtemperatur, sodass es weder zu warm noch zu kalt ist. Intelligente Beleuchtungssysteme passen sich dem Tageslicht an und sorgen für die richtige Helligkeit zu jeder Tageszeit.
