Vor dem Verkauf: Immobilienbewertung

Kriterien bei der Preisermittlung

Ist der Preis zu hoch, finden Sie keine Interessenten für Ihre Immobilie. Ist er zu niedrig, verschenken Sie Geld. Die Frage ist also: Wie ermitteln Sie den Immobilienwert, um einen optimalen Preis zu erzielen?

Wenn Sie Ihre Immobilie vor nicht allzu langer Zeit gekauft haben, nehmen Sie den Kaufpreis als ersten Anhaltspunkt. Falls der Kauf länger zurückliegt, können Sie eine vage Voreinschätzung über die Preise vergleichbarer Immobilien auf unserem Immobilienportal  erhalten. Die genaue Ermittlung des Immobilienwertes hängt von verschiedenen Kriterien ab.

Wichtigstes Kriterium zur Immobilienbewertung: die Lage

Großen Einfluss auf die Immobilienbewertung hat die Lage Ihrer Immobilie. Die Preise unterscheiden sich lokal enorm. Nehmen Sie Vergleiche daher immer nur mit Immobilien in der Nähe vor.

Auch der unmittelbare Standort spielt eine Rolle bei der Bewertung. Ausblick, Geräuschkulisse und Lichtverhältnisse beeinflussen zum Beispiel den Immobilienwertund damit den Preis.

Wenn Sie Baugrundstücke bewerten möchten, liefern die Bodenrichtwerte einen Anhaltspunkt. Sie geben an, wie viel ein Quadratmeter Fläche in einer bestimmten Lage durchschnittlich kostet. Weil dabei konkrete Eigenschaften des Grundstücks nicht berücksichtigt werden, können sie aber stark vom eigentlichen Wert abweichen.

Weitere Kriterien zur Immobilienbewertung: Haustyp, Bauqualität, Ausstattung

Einfamilienhaus, Mehrparteienhaus, Reihenhaus, Villa, Fachwerkhaus oder anderes – der Haustyp spielt eine wesentliche Rolle bei der Immobilienbewertung. Auch Baupläne mit der Zahl und Aufteilung der Zimmer werden berücksichtigt.

Auf den Kaufpreis wirken sich außerdem die Bauqualität, Qualität und Zustand von Dach, Bad, Küche und Bodenbelägen aus. Eine besondere Ausstattung wie ein schön angelegter Garten, ein Swimmingpool oder ein Kamin beeinflussen ebenfalls die Preisermittlung.

Wenn Sie den Substanzwert Ihrer Immobilie ganz genau berechnen lassen wollen, können Sie ein Sachwertverfahren bei einem Experten anfordern. Dabei wird der Wert Ihrer Immobilie anhand des Bodenrichtwertes und der reinen Herstellungskosten berechnet. Die aktuelle Situation am Immobilienmarkt wird allerdings nicht berücksichtigt. Daher lässt das Ergebnis des Verfahrens allein keine exakten Rückschlüsse auf den Marktwert (Verkehrswert) Ihrer Immobilie zu. Präziser ist ein Vergleichswertverfahren. Statt des Sachwertes der Immobilie steht hierbei die Frage im Mittelpunkt, welche Verkaufspreise Eigentümer ähnlicher Immobilien in Ihrer Gegend erzielt haben. Je mehr Immobiliendaten der Gutachter hierzu vergleichen kann, desto besser.

Ebenfalls wichtig: die Energieeffizienz

Es ist Pflicht, Interessenten einen Energieausweis vorzulegen. Ein geringer Energiebedarf wirkt sich vorteilhaft auf die Immobilienbewertung aus. Denn die Käufer können damit später Energiekosten sparen – und eine hohe Energieeffizienz ist besser für die Umwelt!

Rechnungen zu Renovierungen aufheben!

Aufwendige Renovierungen können den Wert Ihrer Immobilie erhöhen. Beziehen Sie zum Beispiel Kosten für Rechnungen von Handwerkern in die Immobilienbewertung mit ein. Legen Sie unseren Maklern am besten gleich die Belege bei.

Grundbuchauszug vorlegen

Das Grundbuchauszug enthält alle Grundbucheinträge zu Ihrer Immobilie. Wichtig für die Bewertung ist, dass außer Ihnen als Verkäufer niemand anderes Rechte an der Immobilie hat. Als Eigentümer bekommen Sie den Auszug beim Grundbuchamt. Auch unsere Makler können das Dokument für Sie organisieren.

Mietverträge als Kriterium bei der Immobilienbewertung

Vermietete Immobilien erzielen in der Regel etwas geringere Verkaufserlöse als unvermietete. Ganz wesentlich für die Immobilienbewertung von vermieteten Immobilien sind die Mietverträge. Darüber können sich Interessenten ein Bild machen, ob sich durch den Kauf eine Rendite erzielen lässt. Neben der Höhe der monatlichen Miete ist es wichtig, wie lange die Mieter schon im Haus oder in der Wohnung leben. Sie können von Experten in einem Ertragswertverfahren ermitteln lassen, wie sehr sich die Vermietung der Immobilie lohnt. Wer eine Immobilie als Geldanlage kauft, wird den Ertragswert der Immobilie als wichtiger einschätzen als ihren Sachwert.

Den Immobilienwert professionell ermitteln

Unsere Makler ermitteln gern den Immobilienwert für Sie. Sie sind markterfahren und kennen die Preise in Ihrer Nähe. Außerdem umgehen Sie so zwei Extreme:

Eigentümer sind einerseits emotional an ihre Immobilie gebunden. Dadurch schätzen sie den Preis ihrer Immobilie häufig zu hoch ein.

Andererseits stehen Eigentümer beim Verkauf ihrer Immobilie manchmal unter Zeitdruck. Weil sie das Haus oder die Wohnung schnell verkaufen wollen, setzen sie den Preis dann bei der Immobilienbewertung zu niedrig an.

Sie können sicher sein: Unsere Makler ermitteln für Sie den optimalen Preis.

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Hätten Sie's gewusst?

Die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner ist in Deutschland seit den 1990er Jahren ständig gestiegen. Im Jahr 2013 betrug sie 46,3 Quadratmeter. (Quelle: Statistisches Bundesamt)