Wohnung verkaufen: So geht's richtig

Tipps für den Wohnungsverkauf

Wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen möchten, dürfen Sie die benötigte Zeit und den Aufwand nicht unterschätzen. Der Makler nimmt Ihnen natürlich vieles ab, aber nicht alles. Diese Tipps helfen Ihnen, alles Wichtige im Blick zu behalten und keine teuren Fehler zu machen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Verkauf?

Grundsätzlich können Sie Ihre Eigentumswohnung immer verkaufen. Oftmals sind es äußere Einflüsse wie beispielsweise eine Erbschaft, die den Zeitpunkt des Verkaufs bestimmen. Zudem sind jetzt die Immobilienpreise besonders hoch und reizen zum schnellen Verkauf. Falls Sie viel Zeit haben und langfristig planen können, sollten Sie den angestrebten Verkauf für Frühling oder Sommer planen. Dann ist der Markt besonders dynamisch.

Genügend Zeit einplanen

Es ist wichtig, ausreichend Zeit zur Verfügung zu haben. Nur so erzielen Sie ein optimales Verkaufsergebnis. Zeitdruck kann nicht nur dazu verleiten, Fehler zu machen oder wichtige Dinge zu vergessen. Unter Umständen führt ein enger zeitlicher Rahmen dazu, dass Sie Ihre eigene Verhandlungsposition schwächen. Wenn ein möglicher Käufer weiß, dass Sie schnell verkaufen müssen, könnte er versuchen den Preis zu drücken.

Termin mit dem Makler vereinbaren

Ob Sie nun eine moderne Eigentumswohnung, ein gemütliches Apartment auf dem Land oder eine Altbauwohnung verkaufen wollen: Unsere Immobilienprofis wissen, wie Sie dabei am besten vorgehen und wie Sie für Ihre Wohnung den besten Preis erzielen. Unsere Makler haben das notwendige Know-how, sind in Ihrer Nähe und kennen sich in Ihrer Region bestens aus. Und sie haben eine Datenbank mit potenziellen Käufern. Hervorragende Voraussetzungen also für einen erfolgreichen Immobilienverkauf. Nehmen Sie einfach Kontakt auf und vereinbaren Sie einen Termin für eine Beratung.

Besonderheit Gemeinschaftseigentum

Sie und Ihr Makler müssen besonders auf den gemeinschaftlichen Aspekt der Immobilie achten, wenn es um den Verkauf Ihrer Wohnung geht. Sie verkaufen schließlich nicht nur eine Eigentumswohnung, sondern auch einen Teil des Gemeinschaftseigentums im Haus. Darauf sollten Sie vorbereitet sein. Ihr Makler wird zum Beispiel von Ihnen wissen wollen, wie es mit der finanziellen Ausstattung und Organisation aussieht. Die Details sind in der Teilungserklärung geregelt, die Sie dem Makler vorlegen sollten.

Wichtig ist für potentielle Käufer auch, dass sich die Hausgemeinschaft gut versteht. Dazu gehört nicht nur der nachbarschaftliche Plausch, sondern vor allem, dass die Parteien sich zum Beispiel über Anschaffungen oder Renovierungen verständigen können.

Diese Eckdaten bestimmen den Preis

Ihr Makler wird Ihnen helfen, den richtigen Preis für Ihre Eigentumswohnung festzulegen. Vielleicht kennen Sie auch jemanden im Haus oder in der Nachbarschaft, der vor nicht allzu langer Zeit seine Wohnung verkauft hat. Was Ihr Nachbar für einen Preis erzielen konnte, kann für Sie als Verkäufer eine Orientierungshilfe sein.

Wie bei fast allem sind es Angebot und Nachfrage, die den Preis bestimmen. Bei der Bewertung einer Wohnung können Lage und Baujahr der Immobilie ebenfalls entscheidend sein. Wichtig sind außerdem Bauqualität, Ausstattung und Zustand der Eigentumswohnung.

Einen Einfluss hat zudem, in welcher Etage sich die Wohnung befindet. Eine Wohnung im Erdgeschoss erzielt oftmals einen bis zu 20 Prozent niedrigeren Preis als die gleiche einen Stock darüber. Die Anzahl der Zimmer, Garten oder Balkon oder nichts von beiden: All das spielt eine Rolle bei Ermittlung des Wertes der Immobilie.

Sind Sie sich über den Wert des Hauses nicht ganz sicher? Für Laien ist in der Tat auch sehr schwer, den Marktwert richtig einzuschätzen. Dann empfehlen wir eine professionelle Immobilienbewertung.

Leer oder vermietet verkaufen?

Die meisten Interessenten wollen eine Wohnung für sich selbst und sind daher an einer leerstehenden Eigentumswohnung interessiert. Dementsprechend werden Sie für eine vermietete Wohnung einen vergleichsweise deutlich niedrigeren Preis erzielen. Wenn Sie also eine vermietete Immobilie besitzen und diese frei wird, sollten Sie prüfen, ob ein Verkauf zu diesem Zeitpunkt für Sie sinnvoll sein könnte.

Exposé erstellen

Wenn die Eckdaten geklärt sind, wird es ernst mit dem Immobilienverkauf. Ihr Makler wird nun die wichtigen Unterlagen sammeln und ein Exposé erstellen. Zu den relevanten Unterlagen gehören beispielsweise der Grundriss der Wohnung, der Energieausweis und (im Idealfall professionelle) Fotos.

Niemand kennt ihre Eigentumswohnung wie Sie selbst. Deshalb überprüfen Sie am besten, dass in dem Exposé alle wichtigen Merkmale aufgeführt sind und Ihre Immobilie im besten Licht dasteht.

Besichtigungstermine vereinbaren

Die Anzeige für Ihre Immobilie ist veröffentlicht und Ihr Makler wird hoffentlich schnell die ersten Interessenten finden. Damit Sie Ihre Wohnung schnell und erfolgreich verkaufen, vereinbart Ihr Makler Termine zur Wohnungsbesichtigung.

Ob Sie bei diesen Terminen anwesend sein möchten, können Sie selbst entscheiden. Der Immobilien-Profi kann die Besichtigung natürlich auch ohne Sie durchführen. Wichtig ist in jedem Fall, dass Ihre Wohnung einen gepflegten Eindruck macht. Beachten Sie, dass ein gutes Bauchgefühl für einen möglichen Käufer entscheidend sein kann.

Es gibt sogar Profis, die sich um die richtige Inszenierung einer Immobilie kümmern. Beim sogenannten Homestaging wird durch liebevolles Herrichten das Potential einer Wohnung voll ausgeschöpft.

Notarbesuch und Grundbucheintrag

Wenn ein Interessent ein Angebot für Ihre Wohnung abgibt, prüft Ihr Makler zunächst, ob sich der mögliche Käufer die Immobilie überhaupt leisten kann. Dann führt der Profi die Verhandlungen in Ihrem Namen und arbeitet die Details des Kaufvertrages aus.

Der Vertrag muss notariell beglaubigt werden. Daher ist für die Beurkundung des Wohnungsverkaufs der Besuch beim Notar Pflicht. Dort unterschreiben Sie und der neue Eigentümer den Kaufvertrag. Sie haben die Wohnung nun offiziell verkauft!

Ganz abgeschlossen ist der Verkauf aber noch nicht. Der Notar wird nun den Eintrag ins Grundbuch organisieren. Wenn dieser Schritt getan ist, weist er den Käufer beziehungsweise dessen Sparkasse oder Bank an, den Kaufpreis an Sie zu überweisen. Sie sollten im Anschluss überprüfen, ob Sie den Betrag tatsächlich erhalten haben.

Notar und Makler bezahlen

Die Zahlung an Notar und Immobilienmakler müssen Sie nach dem Notartermin anweisen. Sie bekommen dazu jeweils eine Rechnung. Wie viel Prozent vom Verkaufspreis Sie an den Makler zahlen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Eventuell Steuern zahlen

Beim Verkauf Ihrer Eigentumswohnung kann auch das Finanzamt eine Rolle spielen. Nämlich dann, wenn die Kapitalerwerbssteuer fällig wird. Dies gilt es unbedingt zu prüfen. Falls nämlich zwischen An- und Verkauf der Immobilie weniger als zehn Jahre liegen, kann diese Steuer fällig werden. Dazu können auch noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer kommen.

Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn der Eigentümer mehr als drei Jahre lang selbst in der Immobilie gelebt und diese nie vermietet hat. Auch beim Verkauf einer ausschließlich privat genutzten Ferienimmobilie müssen Sie keine Steuern zahlen.

Sie haben eine Immobilie geerbt? Lesen Sie unseren Artikel dazu und informieren Sie sich zur Erbschaftssteuer.

Der Service unserer Makler auf einen Blick

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Hätten Sie's gewusst?

Durchschnittlich dauert es in Deutschland sechs bis neun Monate, bis eine Immobilie verkauft ist. Planen Sie genug Zeit ein. (Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD)